Du wirst geliebt. Du bist nicht allein. – Letter of Hope: Karin Semler

Du wirst geliebt. Du bist nicht allein. – Letter of Hope: Karin Semler

Liebe Brüder und Schwestern in Christus,

herzliche Grüße aus Shanghai!

Das Jahr 2020 war bisher höchst ungewöhnlich. Ich bezweifle, dass sich einer von uns die Herausforderungen, vor denen wir stehen, hätte vorstellen können. Die Zahl der Veränderungen in unserem Leben und in unseren Lebensgrundlagen ist überwältigend. In vielen Fällen ist das, was sicher war, jetzt ungewiss. Es ist schwer vorherzusagen, was in der nahen Zukunft passieren wird, geschweige denn in einem Jahr.

Dem griechischen Philosophen Heraklit wird die Weisheit zugeschrieben: „Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen“. Der Fluss mag zwar gleich aussehen, aber das Wasser und der Fluss selbst sind verändert worden. Wir erkennen vielleicht nur selten die täglichen, ständigen Veränderungen, die unser Leben umgeben. Im Gegensatz zu 2020… Wie schockierend war es doch zu sehen, wie ein unsichtbarer Virus unsere Welt auf den Kopf stellt und so viele Leben zerstört. Es ist offensichtlich, dass sich so vieles verändert hat.

Die Menschen in den englischsprachigen Ländern haben den Begriff „the new normal“ eingeführt, um auf die sich abzeichnende Realität der Bewältigung von COVID-19 dessen Auswirkungen hinzuweisen. Als Menschen wünschen wir uns, dem Leben einen Sinn zu geben. Wir wollen Sicherheit inmitten unvorhergesehener Veränderungen. Wir wollen das „Normale“ verstehen und Trost darin finden.

Unabhängig davon, ob die Welt sich vorhersehbar in Jahreszeiten und Zyklen verändert oder ob sie von einer Pandemie heimgesucht wird, können wir die Worte aus Hebräer 13,8, „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“, fest begreifen und darauf vertrauen. Lobt Gott, dass er unveränderlich ist. Seine Liebe zu uns ist vollkommen und vollständig. Unsere Hoffnung liegt nicht in einem „normalen“ 2019 oder einem „neuen Normal“, sondern in Jesus Christus. Wir können zwar nicht zweimal in denselben Fluss steigen oder in eine Welt vor COVID-19 zurückkehren, aber wir können beruhigt sein, dass unser Herr sich nie ändert und seine vollkommene Liebe ewig währt.

Der heilige Paulus teilt sein Vertrauen in Römer 8,38-39: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ Wir können dieser Liste hinzufügen, dass weder Schulschließungen noch häusliches Lernen… weder Quarantäne-Leben noch das Leben wie gewohnt… weder Gesundheit noch Krankheit… weder Arbeitslosigkeit noch Arbeit wie gewohnt uns von der Liebe unseres Gottes trennen!

Ob sich der heutige Tag wie erwartet entwickelt oder eine Krise auftritt, finde Hoffnung und Freude in der Tatsache, dass Du nicht von der Liebe Jesu Christi getrennt werden kannst, der gestern und heute und für immer derselbe ist.

Du wirst geliebt. Du bist nicht allein. Das ist ganz sicher wahr!

Mehr denn je bin ich dankbar für unsere Partnerschaft mit dem Evangelium,

Karin Semler
GPENreformation-Ratsmitglied aus Asien

 

Letter of Hope - Karin Semler (Deutsch)
/Letter_of_Hope_Karin_DE.pdf
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