Der Herr ist mein Teil – Letter of Hope: Gilbert Muhire

Liebe Brüder und Schwestern in Christus,

Ich grüße Euch im Namen unseres Herrn und Erlösers, Jesus Christus.

Als erstes möchte ich dem GPENreformation-Team für die Worte der Hoffnung und Ermutigung während dieser harten Pandemieperiode danken, die COVID-19 in der ganzen Welt auslöste. Gleichzeitig möchte ich die GPENreformation-Botschafterinnen und -Botschafter, Eltern, Schülerinnen und Schüler verschiedener evangelischer Schulen auf der ganzen Welt dazu aufrufen, stark und mutig zu sein, während wir auf die Zeit Gottes warten, die uns von den Härten befreit, die mit COVID-19 selbst und dessen Folgen verbunden sind.

Die Schlüsselverse aus Jeremias Klageliedern sagen uns:

Die Güte des HERRN ist’s, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.
Klagelieder 3,22-24

Während der Prophet Jeremia schreckliche Zeiten durchlebte, erleben auch wir weltweit eine äußerst schwierige Zeit. Die Unsicherheit ist erschöpfend. Die Menschen leiden. Mittendrin versuchen wir unser Bestes, um den Menschen um uns herum zu helfen. Wir geben ihnen Nahrung, wir geben ihnen spirituelle Führung und Rat. Und doch haben wir vielleicht das Gefühl, dass unsere Bemühungen nicht gesehen werden oder keinen Unterschied machen. Wir sind begrenzt in unseren Ressourcen und in unserer Fähigkeit, den Menschen zu helfen, da die Not groß ist.

Was wir von Jeremia lernen können, ist, dass Klagen eine angebrachte Reaktion auf unsere Grenzen, auf die Situation, in der wir uns befinden, ist. Gott schreckt vor unserem Zorn und unserer Frustration nicht zurück. Er fühlt mit uns, wenn wir klagen. Das Wehklagen ist ein Weg, das Ende unserer Kraft zu erkennen. Wehklagen ist ein Weg, unsere Verzweiflung loszulassen. Wehklagen hilft uns zu erkennen, dass wir uns nicht unter Kontrolle haben, aber Gott immer noch für uns da ist. Er weiß in jeder einzelnen Sekunde, was mit uns geschieht.

In diesen Zeiten ist es in Ordnung, zu kämpfen, es ist in Ordnung, erschöpft zu sein, und es ist in Ordnung, verzweifelt zu sein – aber lasst uns nicht verzweifeln! Lasst uns unsere Klagen, unsere Sorgen und unsere Ängste vor Gott zusammenbringen. Er ist hier bei uns. Er hat uns nicht aufgegeben, und er wird niemals aufgeben. Wir können uns Jeremia anschließen und an der Hoffnung festhalten, im Vertrauen darauf, dass Gottes Barmherzigkeit und Treue jeden Morgen neu ist. Ich hoffe, dass Ihr in diesen Zeiten sicher und gesund sind.

Möge Gott jeden von uns beschützen und versorgen, und lasst uns weiterhin an dieser ermutigenden Kultur zur Ehre unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus festhalten.

Herzliche Grüße

Gilbert MUHIRE

GPENreformation-Botschafter
Kigali/Ruanda