Netzwerkbotschafter graduieren im Studiengang IMPEQ

Netzwerkbotschafter graduieren im Studiengang IMPEQ

„Ein Mensch, der gut unterstützt wird, kann die Welt verändern“, zitiert Dr. Julia Seibert (Brot für die Welt) auf dem Symposium der dritten Kohorte des Masterstudiengangs IMPEQ den Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege. Und Masterabsolventin Akvira Siberi Kivatsi schließt an: „Wir haben als IMPEQ-Studierende wunderbare Unterstützung erhalten. Jetzt müssen wir aktiv werden!“

Große Hoffnungen, Ideen und Visionen liegen an diesem Tag, dem 30. Juli 2019 in der Luft. 20 Absolventinnen und Absolventen aus Subsahara-Afrika bekommen in den Räumlichkeiten der Otto-Friedrich-Universität Bamberg feierlich ihre Zertifikate für den erfolgreichen Abschluss des internationalen Masterprogrammes „Educational Quality in Developing Countries“ (IMPEQ) überreicht. Zu ihnen gehören auch die Netzwerkbotschafter Ernest Nkurunziza und Meschac Karhakabire Vunanga. Gemeinsam mit ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen können die beiden auf zwei lehrreiche und intensive Jahre zurückblicken, in denen sie ihr Studium neben beruflichen Tätigkeiten und persönlichen Herausforderungen verfolgten: „Zwei Studierende sind in dieser Zeit Mutter geworden und drei der Absolventinnen und Absolventen mussten währenddessen ihr Land kriegsbedingt verlassen und fliehen“, berichtet Prof. Dr. Annette Scheunpflug, Gründerin des Studiengangs und Mitglied des GPENreformation-Rates. Aber: „Wir sind in kürzester Zeit zu einem tollen Team zusammengewachsen und haben uns ausgetauscht, uns geholfen! Und Prof. Annette Scheunpflug und ihr Lehrstuhl haben uns mit individuellen Angeboten und Lösungen großartig unterstützt!“, berichten die Graduierten.

Die Resultate ihrer Masterarbeiten präsentieren die Absolventinnen und Absolventen in kurzen Vorträgen und auf Postern. Anregungen zur Neugestaltung der seit 46 Jahren (!) verwendeten Arbeitsbücher für den Englischunterricht in der DR Kongo, Ideen, wie der mit 80% erschreckend hohe Anteil der Schülerinnen und Schüler in Madagaskar, die die Grundschule ohne grundlegende Lesekompetenzen abschließen, reduziert werden kann, der laute Aufruf, Ungleichheit und Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern endlich anzugehen sowie viele andere Forschungsergebnisse werden vorgestellt.

Nun heißt es für die Graduierten das Erlernte umzusetzen, den entwickelten Visionen zu folgen und sich aktiv für die Verbesserung der Bildungsqualität an  Schulen in Afrika – und vielleicht auch weltweit?! – einzusetzen. GPENreformation wünscht ihnen allen viel Kraft, Erfolg und Gottes reichen Segen.


Das internationale Masterprogramm „Educational Quality in Developing Countries“ wird vom Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik der Universität Bamberg angeboten, in Bamberg sowie an der Protestant University of Rwanda in Butare durchgeführt und von Brot für die Welt gefördert. Der vierte Durchlauf wird noch in diesem Jahr starten. Weitere Informationen sind auf der Website zu finden.