Letters of Hope: Jon Laabs -Eine Botschaft der Hoffnung an Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt

Letters of Hope: Jon Laabs -Eine Botschaft der Hoffnung an Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt

Liebe Brüder und Schwestern in Christus:

Er ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!

Diese Worte sind soeben am Ostersonntag laut und lang auf der ganzen Welt erklungen: von Europa über Afrika, Asien, Australien und Amerika. In der Tat müssen sie jeden Tag freudig erklingen, wenn Christinnen und Christen die Hoffnung verkünden, die durch den Tod und den Sieg über den Tod durch den auferstandenen Erlöser, Jesus Christus, entsteht. Es ist eine Hoffnung, die wir durch unseren weltweiten Auftrag der christlichen Erziehung und Bildung gemeinsam haben und auf der das „Global Pedagogical Network – Joining in Reformation“ (GPENreformation) gründet.

Dieses Osterfest wird von vielen Menschen auf der ganzen Welt an Orten gefeiert, die aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht freiwillig gewählt sind. Die üblichen Orte, an denen wir uns in Gemeinden mit Glaubensbrüdern und -schwestern versammeln, stehen vielerorts nicht zur Verfügung, um die Sicherheit und Gesundheit der Menschen zu gewährleisten und die Ausbreitung des gefürchteten Virus zu verlangsamen. Tatsächlich wird sogar das Verlassen unserer Häuser von vielen als zu großes Risiko angesehen. Mehr als 180 Länder auf allen Kontinenten sind betroffen, und die Gesamtzahl der Fälle belief sich am 8. April 2020 auf mehr als 1,5 Millionen Menschen. Die Zahl der Todesfälle steigt weiter an. Es ist leicht, in einer Zeit wie dieser die Hoffnung zu verlieren.

Unsere Hoffnung ruht letztlich in unserem auferstandenen Erlöser, der jeden Tag die Quelle der Hoffnung in unserem Leben ist. Gott hat seinem Volk die Kraft gegeben, in allem, was wir tun, einschließlich der Bildung, hoffnungsvoll zu sein. Durch unsere Schulen, unser Zuhause und viele andere Lernorte können wir lehren, wie Christus uns liebt und wie wir seine Liebe miteinander teilen können. Wir können Gottes Kinder jeden Alters unterstützen und nähren. Wir sind gesegnet, dass wir dies nicht allein tun müssen. Wir sind Teil des Priestertums von Gläubigen, die in der ganzen Welt verbreitet sind. Wir haben lokale und nationale Bildungssysteme, um unsere Arbeit zu unterstützen und die Ausbildung von Lehrkräften zu fördern. Organisationen wie GPENreformation existieren, um als globales christliches Netzwerk miteinander in Verbindung zu treten und sich auf Themen zu konzentrieren, die in der heutigen Welt von Relevanz und Bedeutung sind.

Ich habe Ostern dieses Jahr von zu Hause aus gefeiert. In den meisten Vereinigten Staaten wird zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger die von verschiedenen Regierungsebenen erlassene Vorschrift des „Stay at home“ durchgesetzt. Von Zusammenkünften jeglicher Art außerhalb des Hauses wird stark abgeraten. Es ist das erste Mal seit 65 Jahren, dass ich, solange ich mich erinnern kann, nicht an Versammlungen teilnahm, die den Ostersonntag kennzeichnen: meine Kirchengemeinde, meine erweiterte Familie und mein Freundeskreis. Ich vermisse diese vertrauten und bequemen Traditionen. Ich kann mir vorstellen, dass dies für einen großen Teil der Bevölkerung unzähliger Länder der Fall war und ein notwendiger Schritt im Kampf gegen COVID-19. Da ich nicht an den üblichen Versammlungen teilnehmen kann, werde ich daran erinnert, welch enormen Wert ich auf Beziehungen lege, und daran, dass ich sie manchmal als selbstverständlich betrachtet habe. In den letzten Wochen haben wir gelernt, wie wichtig andere Arten von „Zusammenkünften“ sind, bei denen die Gaben der Technik genutzt werden, darunter auch die Nutzung dieses Instruments zur Teilnahme am Ostergottesdienst.  Beziehungen basieren nicht allein auf physischer Nähe, sondern auf der Liebe, die wir als Gottes kostbare Kinder miteinander teilen, unabhängig vom Ort.

In Zeiten wie diesen werden wir besonders an die Zusicherung der Hoffnung erinnert, die Gott in unserer Beziehung zu ihm gegeben hat, so wie David in seinen von Petrus in Apostelgeschichte 2,25-28 zitierten Worten daran erinnert wurde:

„Ich sehe immer auf den Herrn. Er steht mir zur Seite, damit ich nicht falle. Darüber freue ich mich von ganzem Herzen, mein Mund bricht in Jubel aus. Selbst dann, wenn mein Körper im Grab liegt, hoffe ich auf dich, Herr! Denn du wirst mich nicht dem Totenreich überlassen und mich nicht der Verwesung preisgeben, ich gehöre ja zu dir. Du zeigst mir den Weg, der zum Leben führt. Du beschenkst mich mit Freude, denn du bist bei mir.“

In dieser Welt der Krankheit, des Schmerzes und des Todes – zusammen mit all den Herausforderungen, denen wir als gefallene Sünder gegenüberstehen – können wir uns sicherlich jeden Tag über die Gewissheit des ewigen Lebens freuen, die unser Herr durch den Tod und die Auferstehung Jesu möglich gemacht hat und die von Christen weltweit gefeiert wird. Es ist die beste Geschichte, die wir mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in jeder Umgebung, ob physisch versammelt oder virtuell verbunden, teilen können. Unsere Hoffnung kommt von Gott, der den Tod besiegt hat. Möge diese beständige Erinnerung an Seine Liebe zu Seinem ganzen Volk Euch jeden Tag bei Euren wichtigen Aufgaben ermutigen, während wir uns weltweit in der freudigen Osterhymne vereinen:

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt;
Welchen Trost gibt dieser süße Satz!
Er lebt, Er lebt, der einst tot war;
Er lebt, mein ewig lebendes Haupt.

Er lebt, um all meine Ängste zum Schweigen zu bringen,
Er lebt, um meine Tränen wegzuwischen,
‚Er lebt, um mein aufgewühltes Herz zu beruhigen,
Er lebt alle Segnungen, um sie zu vermitteln.

Er lebt und gewährt mir täglichen Atem;
Er lebt und ich werde den Tod besiegen;
Er lebt mein Anwesen, um mich vorzubereiten;
Er lebt, um mich sicher dorthin zu bringen.

Er lebt, alle Ehre seinem Namen!
Er lebt, mein Jesus, immer noch derselbe.
Oh, die süße Freude, die dieser Satz schenkt,
„Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“

 

Dr. Jonathan Laabs
Executive Director, Lutheran Education Association
GPENreformation Council Member