26. Treffen junger Führungskräfte

26. Treffen junger Führungskräfte

Zusammenkunft von Religionslehrkräften und Schulministerium

Junge Führungskräfte, Religionslehrerinnen, -lehrer sowie Vertreterinnen und Vertreter der Schulministerien der Schulen der Rede Sinodal de Educação (RSE) versammelten sich vom 30. Mai bis zum 1. Juni am Colégio Sinodal Gustavo Adolfo in Lajeado (RS), zum 26. Treffen junger Führungskräfte und dem Nationalen Treffen der Religionslehrenden, gefördert von der Rede Sinodal de Educação (RSE). Die Fundação Luterana de Diaconia [Lutherische Diakonische Stiftung], der Conselho de Missão entre Povos Indígenas [Missionsrat der indigenen Völker] und das Centro de Promoção e Apoio da Agroecologia (FLD-COMIN-CAPA) [Zentrum für die Förderung und Unterstützung der Agrarökologie] beteiligten sich mit Vorträgen, Workshops und bei einer Messe der „Rede de Comércio Justo e Solidário“ [Gerechtes und solidarisches Handelsnetzwerk].

Das Leitmotiv des Treffens – Bildung für Solidarität und Frieden – wurde am 30. Mai im Vortrag des Vorstandssekretärs der FLD, Cibele Kuss, und der pädagogischen Koordinatorin der RSE, Joni Roloff Schneider, vorgestellt. Cibele betonte die Bedeutung der Solidarität als kollektiven Prozess, der Beziehungen zwischen Menschen verschiedener Gemeinschaften schafft, um Erfahrungen, Wissen und Know-how auszutauschen und Transformationsprojekte zu entwickeln. Joni sprach über Global Pedagogical Network – Joining in Reformation (GPENreformation), das internationale Netzwerk  protestantischer Bildungseinrichtungen und Hilfsorganisationen, das sich mit dem Thema Frieden beschäftigt. Die Rede Sinodal de Educação und das FLD-COMIN-CAPA sind Teil von GPENreformation.

Am Nachmittag folgte die Übergabe der Zertifikate für die Teilnahme an der Digitalen Friedensausstellung von GPENreformation, die an Vertreterinnen und Vertreter zweier Schulen der Rede Sinodal de Education gingen – an die Escola Barão, Blumenau/SC und das Colégio Martinus, Curitiba/PR. Die Escola Barão, wurde unter den teilnehmenden Schulen der verschiedenen Kontinente, die an dem Projekt erfolgreich teilnahmen, als Gewinner ausgewählt und erhält zudem fünf Tablets.

Das Programm war für die verschiedenen Zielgruppen intensiv und enthielt zum Beispiel:

  • Die Vorstellung von Projekten zum Thema Bildung für Solidarität und Frieden, die in den Schulen stattfinden und den Teilnehmenden als Inspiration dienen können.
  • Trainingsworkshops:
    Nem Tão Doce Lar [Nicht so schönes Zuhause] und Geschlechtergerechtigkeit, mit FLD-Projektberater Rogério Oliveira de Aguiar und IECLB Koordinatorin für Gender und Gemeinschaftsaktionen Carmen Siegle; Gerechtigkeit und Solidarität, mit Programmberaterin Angelique van Zeeland und den Unternehmern Sueli Angelita da Silva und Gladis Carvalho, als Vertreter der Rede de Comércio Justo e Solidário; Gutes Essen auf dem Tisch mit dem Berater von CAPA, Lauderson Holz;  interkultureller und interreligiöser Dialog mit den Projektberatern von COMIN, Kassiane Schwingel und Miquéias Padilha dos Santos, aus dem indigenen Gebiet von Kaigang Foxá. Dirci Bubantz, FLD-Projektberater, sprach über das Diakonia-Netzwerk, ein Projekt, das von der FLD und dem Generalsekretariat der IECLB über die Abteilung für Gemeinschaftsaktionen durchgeführt wurde. Über die NGO SERPAZ (Service for Peace) wurden Workshops des Projektes Alternativen zu Gewalt (AVP) von den AVP-Moderatorinnen Ingeborg Danila Eichwald, Berenice Polita Romanzini und Eni Schneider durchgeführt. Und Professorin Maristela Lagemann und die Psychologin Ana Paula Machado diskutierten das Thema Traumabewältigung.
  • Diskussion über „Curriculare Referenzen für den Religionsunterricht der Rede Sinodal de Educação“, mit Pastor Dr. Manfredo Carlos Wachs;
  • Diskussion über „Den Ort und die Bedeutung religiöser Erfahrungen und Praktiken in der Schule“ mit Professor Dr. Henri Luiz Fuchs;
  • Diskussion über „Die Identität des Schuldienstes in der Schule“ mit der Katechetin Ma. Débora Conrad, Gründungsministerin der IECLB;
  • Moderierte Aktivität zum Thema „Führungskräfte, die den Unterschied in der Gesellschaft ausgemacht haben und ausmachen können“, mit der Lehrerin Ana Cristina Kirchheim;
  • Moderierte Aktivitäten zum Thema „Den Garten des Friedens schaffen“ mit Pastorin Bianca Daiane Ücker Weber auf der Grundlage des GPENreformation-Vorschlags.

Von großer Bedeutung waren auch die Feierlichkeiten, die mit der Botschaft der Präsidentin der IECLB, Pastorin Silvia Genz, begannen und mit der Botschaft von Pastor Luis Sievers, Vize-Synodenpastor des Taquaritales, abschlossen.

Das Treffen endete am Samstag, den 1. Juni, mit der Erwartung, dass viele weitere Initiativen zur Bildung für Solidarität und Frieden in den Schulen der RSE entstehen und die Beziehungen zwischen den Schulen und den teilnehmenden Organisationen (FLD-COMIN-CAPA, Generalsekretariat und Abteilung für Gemeinschaftsaktionen des IECLB und SERPAZ) verstärkt werden.

Während des Treffens gab es auch die Möglichkeit Kunsthandwerk von der indigenen Gemeinschaft Kaingang und dem „Gerechten und Solidarischen Handelsnetzwerk“ zu erwerben.

Die Gustavo Adolfo Synod Highschool sorgte durch viel Kunst (verschiedene Präsentationen von Musik und Tanz der Schule) dafür, dass sich alle Teilnehmenden in diesen Tagen sehr willkommen fühlten.

Projekt: Bildung für Solidarität und Frieden

Die Beziehung der FLD-COMIN-CAPA zur RSE entstand durch das Projekt „Educação para a Solidariedade e Paz“ [Bildung für Solidarität und Frieden], das unter anderem zum Ziel hat, bestehende Initiativen in den Schulen des RSE aufzuzeigen/bekannt zu machen und die Ausarbeitung anderer Transformationsprojekte zu fördern.

Das Projekt begann mit einer 2017 gegründeten Arbeitsgruppe, in der die pädagogische Koordination der RSE, Vertreter des Colégio Pastor Dohms, Colégio Sinodal do Salvador, Colégio Sinodal of São Leopoldo, Colégio Sinodal da Paz, Instituição Evangélica de Novo Hamburgo, Instituto Ivoti, Faculdades EST, COMIN und FLD zusammenkommen. Ausgehend von der Zusammenkunft in Lajeado werden auch Lehrende aus den anderen Regionen der Rede Sinodal de Educação Arbeitsgruppen einrichten, um diese Arbeit an den Schulen zu verstärken.

Für 2020 ist eine lateinamerikanische Veranstaltung protestantischer Schulen in São Leopoldo/RS mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Schulen und Institutionen geplant, die sich mit dem Thema Bildung für Solidarität und Frieden befassen. Auf diese Weise werden Schülerinnen, Schüler und Führungskräfte Lateinamerikas an den Friedensmanifestationen mit 800 Schulen und Institutionen aus der ganzen Welt teilnehmen.